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Luftpistolentraining

Wir wollen junge Schützen motivieren und anleiten. Wir erwarten von keinem Schützen, Rekorde zu brechen. Viel schöner ist doch die Genugtuung alle Schüsse "im Schwarzen" zu haben oder gegen einen "alten Hasen" einmal ein Bier zu gewinnen. Nur so motivierte Schützen bereichern das Vereinsleben!

Beim Sportschießen hat man Gelegenheit sich wertvolle Eigenschaften für das tägliche Leben anzueignen, wie nachdenken, Zielstrebigkeit, planen, organisieren, konzentrieren, Urteilsfähigkeit oder Entschlossenheit. Sie trainieren damit Dinge, die ihnen ihr ganzes Leben lang helfen werden.

Der Erfolg ist abhängig von dem Bemühen, immer dazu zu lernen. Jeder Schütze kann sein Ziel selbst bestimmen und seinen Erfolg erleben, ohne einen Gegner (außer sich selbst) zu bezwingen.

Beim Präzisionsschießen hängt der Erfolg von der Klarheit des Denkens sowie von der jeweiligen mentalen Selbstbeherrschung ab. Weder Schönheit, noch Schnelligkeit, Stärke, Größe, Geschlecht oder Alter spielen im Schießsport die entscheidende Rolle.

Konzentration, Kraft und Beharrlichkeit gehören, wie beim Luftgewehr, zu den wichtigsten Bestandteilen des Trainings.




Disziplin Luftpistole:


Waffe: Luft- oder CO2-Pistolen Kaliber 4,5 mm. Die äußeren Maße dürfen 200 mm Höhe, 420 mm Länge und 50 mm Breite nicht überschreiten.

Gewicht maximal 1,5 kg. Abzugsgewicht min. 500 g

Munition: Handelsübliche Geschosse im Kaliber von 4,5 mm

Scheiben: 170 x 170mm Durchmesser der 10 = 11,5 mm

Entfernung: 10 m

Anschlag: Stehend freihändig, bzw. mit Altersfreigabe Sitzend oder Aufgelegt


Erste Schritte zum erfolgreichen Pistolenschützen

 

Die Grundstellung


•    Alle Muskeln, die nicht direkt den Stand oder den Schießarm unterstützen (z.B. Bauchmuskulatur oder nicht Schießender Arm) bleiben entspannt.

•    Die Füße sind Parallel auf ca. Schulterbreite und ca. 30° zur Zielrichtung gedreht.  (das Körpergewicht gleichmäßig auf die Fußsohlen verteilt) die Beine durchgestreckt aber nicht verkrampft.

•    Eine Seitwärtskorrektur des Anschlags sollte nicht aus der Hüfte oder aus der Schulter sondern durch verändern der Fußstellung erfolgen.

•    Das Zielende Auge ergibt mit der Visierung eine Linie zum Zielbild, das Gesicht ist der Scheibe zugedreht. (Ein schräger Blickwinkel bringt nicht nur bei Brillenträgern einen Zielfehler)

Die Atmung


•    Beim Anheben der Pistole (nach Oben) einatmen, beim Absenken (nach Unten) ausatmen

•    Mit Erreichen des Halteraums Atmung anhalten bis der Schuss bricht (3 bis 5 sec.)

Der Halteraum


•    Der Haltepunkt sollte ca. eineinhalb Ringe unterhalb des Spiegels sein, wobei idealer weiße das Kontrollweiß zwischen Korn und Spiegel in etwa gleich Groß sein sollte wie die Lichthöfe Links und Rechts zwischen Kimme und Korn  

•    Klar ist, dass auch der beste Schütze seine LP und damit die Visierlinie auf Dauer nicht absolut ruhig halten kann. Je nach Ausbildungs- und Trainingszustand wird die Ziellinie mehr oder weniger um den Haltepunkt kreisen oder Pendeln. Die Fläche, innerhalb dieses Kreises, heißt Halteraum.

Das Zielen und die Visierung


•    Das Auge sieht ausschließlich auf die Visierung, (die Scharfkantig sichtbar sein soll) und die wiederum muss in präziser Ausrichtung zum Halteraum (Zielbild) stehen

•    Das genaue Ausrichten der Visierung ist aber wichtiger als der exakte Haltepunkt. (Eine Abweichung der Visierung, bei der das Korn in der Kimme nur um 0,1mm aus der Mitte verschoben ist, bedeutet dass die Visierlinie bereits ca. 3mm aus dem Scheibenmittel versetzt ist)

•    Das zielende Auge ist nur auf die Visierung (insbesondere auf das Korn) gerichtet, es bleibt auch beim Abziehen geöffnet und auf das Korn gerichtet bis der Anschlag aufgelöst wird.

•    Wenn Ihnen das Visierbild nicht optimal erscheint, setzen Sie ab und wiederholen den gesamten Ablauf noch einmal

Der Abzug


•    Der Zeigefinger drückt in gerader Linie zur Zielrichtung und zum zielenden Auge den Abzug. Der Winkel zwischen Zielrichtung und Zeigefingerglied sollte exakt 90 Grad sein.

•    Der Zeigefinger liegt mit der dicksten Stelle des dritten Fingergliedes auf dem Abzugszüngel

•    Während Sie das korrekte Zielbild halten, steigert der Zeigefinger konsequent den Druck auf den Abzug bis der Schuss bricht.

•    Abzugsfehler übertragen sich potenziell auf das Trefferbild

Das Nachhalten    (Selbstkontrolle)


•    Nachhalten und noch mal in den Haltepunk gehen und visieren und dann absetzen. (ca. 2 sec)

•    Falls man woanders hin geschossen hat als gedacht, weiss man das man anstatt auf das Korn auf die Scheibe geschaut hat (oder man hat zulange gehalten, dann schaut das Auge nicht mehr hin wo es soll sondern unkontrolliert wo hin es will).


Zum Trainieren sollten (wenn möglich) auch Balkenscheiben verwendet werden, sie unterstützen das Erlernen des Zielens mit Kimme und Korn. Diese Scheiben können senkrecht und waagerecht eingesetzt werden und zeigen an Hand Tendenzieller Abweichungen in welchen Bereichen noch Korrekturen nötig sind.

Die richtige Atmung ist ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt, weil erst dadurch der Schießablauf reproduzierbar wird und eine gleichmäßige, andauernd gute Leistung erbracht werden kann.

Sehr wichtig ist auch der Trockenanschlag, wo der Schütze seine Grundstellung und die Abzugstechnik trainiert, um von beginn an mit dem richtigen Gefühl für die Körperhaltung und dem Druckverlauf am Abzugsfinger zu Arbeiten.

Es wäre doch schade wenn man erst am Ende seiner Serie wieder weiß wie es gegangen wäre!

Also viel Erfolg beim Üben und allzeit „Gut Schuss“